Jacques Faix war zu seiner Zeit ein bekannter Name in Wien, Budapest und Prag aufgrund seiner Verdienste im Bereich des Klavierbaus und der piktorialistischen Fotografie.
Mit einem beeindruckenden Portfolio unveröffentlichter fotografischer Tafeln, die auch auf internationalen Ausstellungen ausgezeichnet wurden, waren die von ihm gefertigten Klaviere nicht nur Instrumente von außergewöhnlicher Klangqualität, sondern auch von besonderem ästhetischem Wert, geprägt von den für die Epoche typischen skulpturalen und malerischen Elementen. So zeigt sich das Porträt einer authentischen Persönlichkeit, die ihre Zeit wesentlich geprägt hat.
Der Klavierbau und die enge Beziehung zur Familie Neuman waren zwei der Elemente, die Jacques Faix in ständigen Kontakt mit der europäischen Adelswelt brachten.
Jacques Faix führte ein blühendes gesellschaftliches Leben sowohl in Wien als auch – vor allem – in seinem Haus in der Bischofsgasse in Arad; davon zeugen die Besuche von Ady Endre und Pablo Casals bei der Familie Faix. Für unser Anliegen ist jedoch von besonderer Bedeutung, dass Jacques Faix das kulturelle Leben der Stadt an der Maros maßgeblich prägte, insbesondere durch die Förderung der Fotokunst – ein in der Region nahezu unerforschtes Gebiet – durch die Gründung des ersten Fotografenclubs in Arad.
Jacques Faix war ein Visionär, und wir erlauben uns diese Aussage im Hinblick auf die originelle Art und Weise, mit der er den Tourismus in Arad förderte: durch die Organisation musikalischer Soireen im berühmten „Klaviersalon“, einem Raum von besonderem Charme im Elternhaus in der Batthyány-Straße, der heutigen Episcopiei-Straße Nr. 25.